Historisches

Historische Ansicht Harmoniegasse, 1090 Wien, Otto Wagner

Die Erfindung des modernen Wiener Zinshauses. Otto Wagner und die Folgen.

Gastbeitrag von Dr. Andreas Nierhaus

Otto Wagner zählt nicht nur zu den wichtigsten Wegbereitern der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts, er gab auch dem Wiener Zinshaus eine neue, unverwechselbare Gestalt – mit Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Beitrag vom Herbst 2020

Ein Mythos: Die Wiener Staatsoper – das Haus am Ring – ist 150 Jahre

Gastbeitrag von Prof. Hans Werner Scheidl

„O Gott, welch ein Augenblick!“ Ältere Österreicher haben diesen Ausruf noch im Ohr, der am 5. November 1955 vormittags aus dem Radio drang. Es war der weltberühmte Dirigent Karl Böhm, der als Direktor der wiederaufgebauten Wiener Staatsoper mit diesem Zitat aus Beethovens „Fidelio“ offiziell die Schlüssel des wieder errichteten Hauses am Ring übernahm.

Beitrag von Herbst 2019

Geschichte des Zinshauses

Die Epoche des Zinshauses
Als die für Zinshäuser der Gründerzeit relevante Bauperiode gelten die Jahre zwischen 1848 und 1918. In dieser Ära durchlief der Wiener Wohnbau eine prägende Entwicklung, die der Stadt bis heute ihr spezielles Flair verleiht: Es entstanden die für Wien so typischen Zinshäuser.

Bericht von Herbst 2018

Die Wiener Ringstraße – ein städtebauliches Meisterwerk feiert 150-jähriges Jubiläum der Eröffnung

Gastbeitrag von Dr. Harald Stühlinger
Nachdem Paris, die vielbeschworene Hauptstadt des 19. Jahrhunderts1, ab 1853 vorgemacht hatte, wie man durch radikale Straßendurchbrüche repräsentative Straßen und Avenuen anlegt, geschah in Wien eine städtebauliche Besonderheit.

Beitrag von Herbst 2014

Historisches Foto der Wiener Ringstraße
Historisches Bild von einer Achterbahnfahrt

250 Jahre Wiener Prater

Gastbeitrag von Mag. Walter Senk

Jagdgebiet, Vergnügungspark, Hightech-Standort, Problemviertel, Anziehungspunkt. Der Prater war schon vieles in seiner langen Geschichte – und hat seine Umgebung damit stark beeinflusst.

Beitrag von Frühjahr 2016

Das historische Wien - 1. Bezirk

Der erste Bezirk – ein prachtvolles Geschenk an die Wiener
Die Innere Stadt ist der alte Stadtkern Wiens. Bis zu den ersten Eingemeindungen 1850 bildete er praktisch die gesamte Stadt. Erst der Abbruch der Basteien ab 1857 machte Wien zur Weltstadt. Heute arbeiten in der City mehr als 100.000 Beschäftigte - dafür sorgen Behörden und große Firmen. Gleichzeitig gibt es hier die wenigsten Einwohner. 

Beitrag von Herbst 2013

 

Luftblick auf den ersten Bezirk

Das historische Wien - 2. Bezirk

Die Leopoldstadt – das “Untere Werd” 
Die Leopoldstadt ist der größte der inneren Bezirke Wiens. Einst nur ein Donau-Auwald und Jagdgebiet des Adels, zog der 2. Bezirk mit der Industrialisierung die Massen an. Er wurde so groß, dass im Jahre 1900 der Nordteil abgetrennt wurde. Das ist heute der 20. Bezirk (Brigittenau).

Bericht von Herbst 2013

Das historische Wien - 3. Bezirk

Auf der „Landstraße“
Auf unserem historischen Spaziergang durch Wien machen wir auch im 3. Wiener Gemeindebezirk Halt. Die „Landstraße“ – so die offizielle Bezeichnung – war früher eine eigene Gemeinde, 1850 kam sie zusammen mit den Ortschaften Weißgerber und Erdberg als neuer Bezirk zu Wien. 

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 4. Bezirk

"Auf der Wieden"
Was heute der 4. Wiener Gemeindebezirk ist, war einst eine der ältesten Vorstädte Wiens. 1137 ist diese erstmals erwähnt, doch darf man annehmen, dass die Wiedner Hauptstraße noch viel älter ist. Der Bezirk ist relativ klein, aber reich an Adelspalästen und Diplomatischen Vertretungen.

Beitrag vom Herbst 2013

Das historische Wien - 5. Bezirk

Margareten
Auf unserem historischen Spaziergang durch Wien machen wir im 5. Wiener Gemeindebezirk Halt: Margareten. Ein eher kleiner Bezirk, ein sogenannter Arbeiterbezirk. Entsprechend hoch ist die Wohnnutzung, Grünflächen sind eher rar. Und doch gibt es hier, etwa mit dem Margaretenhof, einige bemerkenswerte Bauwerke zu bewundern.

Bericht vom Herbst 2013

Luftblick auf den sechsten Bezirk

Das historische Wien - 6. Bezirk

Maria hilf!
Kleiner geht es fast nicht mehr: Der 6. Bezirk ist trotzdem ein boomendes innerstädtisches Grätzel, beherrscht von einer Geschäftsstraße, die sprichwörtlich ist: „Ein Gedränge wie auf der Mariahilfer Straße“, da können sich auch Nicht-Wiener eine Vorstellung machen. Und unsere Nachbarn aus den früheren „Oststaaten“ sowieso. Schauen wir uns die Gegend näher an. 

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 7. Bezirk

"Am" Neubau
Man wohnt im 7. Bezirk nicht „in Neubau“, sondern „am Neubau“. Wie der Name schon sagt, die Zusammenfassung mehrerer traditionsreicher Siedlungen, die immer ihr Eigenleben pflegten. Mit dem kleinen Abstecher ins Museumsquartier (siehe das vorige Bezirksportrait) haben wir uns langsam aus Mariahilf in den 7. Bezirk begeben.

Beitrag von Herbst 2013

Luftblick auf den siebten Bezirk

Das historische Wien - 8. Bezirk

In der Josefstadt
Ein gemütlicher, ein behäbiger – mit einem Wort, ein gutbürgerlicher Wohnbezirk. Grünflächen sind mehr als rar, aber an sehenswerten Bauwerken ist dieser innerstädtische Bereich opulent ausgestattet. Und er gilt als exzellente Wohngegend. Nicht gerade billig, dafür weiß man, was man hat.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 9. Bezirk

Man wohnt nicht „im“, man wohnt „am“ Alsergrund.
Ein Flurname gibt also dem ganzen 9. Wiener Gemeindebezirk den Namen. Auch wenn man vom Alsbach heute nichts mehr wahrnimmt, der unterirdische Flusslauf bestimmt die Straßenzüge, den Verlauf der Häuserblocks. Sieben ehemalige Vorstädte bilden den heutigen Bezirk – 1850 sind sie zu Wien gekommen.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 10. Bezirk

Favoriten
Nach unserem historischen Spaziergang durch mehrere kleinere Grätzel dieser Stadt besuchen wir in dieser Ausgabe nun den bevölkerungsreichsten Wiener Gemeindebezirk, der mehr ist, als nur der vielzitierte „Arbeiterbezirk“: Favoriten.

Beitrag von 2013

Das historische Wien - 11. Bezirk

Simmering: Viele Lebende, noch mehr Tote.
Auch der nächste Bezirk, dem wir uns nun zuwenden, ist vom klassischen Arbeitermilieu geprägt: Simmering, ist seit 1892 der 11. Wiener Gemeindebezirk – damals wurde die Hauptgemeinde mit Kaiserebersdorf vereinigt.

Beitrag von Herbst 2013

Luftblick auf Wien Simmering
Foto vom Khleselplatz

Das historische Wien - 12. Bezirk

Hier blüht das berühmte „Meidlinger L“. 
Der Bezirk, dem wir uns jetzt zuwenden, ist vom klassischen Arbeitermilieu geprägt: Meidling, der 12. Wiener Gemeindebezirk. Nur drei Palais, dafür umso zahlreichere Gemeindebauten – erbaut freilich von den besten Architekten der Zwischenkriegszeit.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 13. Bezirk

„Pardon, servus, servus, grüß dich, grüß dich!“ 
Einen größeren Gegensatz gibt es kaum: Vom „Arbeiterbezirk“ Meidling geht es in unserem historischen Spaziergang über die Grenze nach Hietzing, in den 13. Wiener Gemeindebezirk. Auf das Schloss Schönbrunn und auf den kaiserlichen Hof war einst die gesamte Infrastruktur ausgerichtet. Noch 
heute zehrt die Gegend davon. 

Beitrag von Herbst 2013

Luftblick auf den 13. Bezirk
Foto der Fuchs Villa in der Hüttelbergstraße

Das historische Wien - 14. Bezirk

Wo die Steinhof-Kirche golden glänzt. 
Ein grüner Bezirk, weit draußen „vor der Stadt“. Der 14. Wiener Gemeindebezirk hat interessante Bauten vorzuweisen, ist Heimstätte eines Fußball-Traditionsklubs und Endstation der U-Bahn, deren Trasse noch unter Lueger angelegt worden ist.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 15. Bezirk

Keine Frühjahrsparade mehr auf der Schmelz. 
Dieser Spaziergang ist fast ein „Lehrpfad“ durch die Entwicklung des Wiener Wohnbaus: Gartenstadt einerseits, interessante Gemeindebau-Experimente anderseits. Und das alles rund um den ehemaligen Exerzierplatz der kaiserlichen Armee.

Beitrag von Herbst 2013

Foto der Markt-Graf-Rüdiger Straße
Foto der Ottakringer Brauerei

Das historische Wien - 16. Bezirk

Wo der Bürgermeister wohnt und das kühe Blonde frisch gezapft wird
Knapp 100.000 Personen wohnen im 16. Gemeindebezirk, der von der Arbeiterschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert geprägt wurde. Aus einer agrarisch genutzten Gegend wurde so über die Jahrzehnte ein dicht bebautes Wohngebiet.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 17. Bezirk

Arbeiterbezirk und Ausflugsziel
Wandern wir weiter über die Bezirksgrenze, so befinden wir uns in Hernals, im „17. Hieb“ von Wien. Dornbach und Neuwaldegg, zwei teure, weil bevorzugte Wohngegenden, gehören dazu. Ähnlich wie in Ottakring ist der Südwesten stark verbaut, er hat auch dieselbe Sozialgeschichte wie der Nachbarbezirk.

Beitrag vom Herbst 2013

Bild vom historischen Wien 1170
Foto auf dicht bewachsene Häuserfronten im 18. Bezirk

Das historische Wien - 18. Bezirk

Ein Nobelbezirk wie Hietzing und Döbling
Mit rund 49.000 Einwohnern ist Währing einer von den ganz kleinen Bezirken der Bundeshauptstadt. Im Jahr 1892 wurden dafür 6 ehemalige Vororte zusammengelegt  –  und so vielfältig präsentiert sich der 18. Bezirk auch heute noch: Auf der einen Seite sogenannter grüner „Nobelbezirk“ mit zahlreichen Villen, anderseits mit dicht verbauten Teilen, wie etwa dem Kreuzgassenviertel.

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 19. Bezirk

Vom Karl-Marx-Hof zu den Weinbergen
Und gleich noch ein sogenannter Nobelbezirk: Döbling. Im Nordwesten Wiens gelegen, schon am Rand des Wienerwaldes, gehört der 19. Bezirk zu den teuersten Wohngegenden der Stadt. Gleichzeitig finden wir hier sowohl eine berühmte Villen-Anlage, „die Cottage“, als auch den größten Gemeindebau der Stadt, den Karl-Marx-Hof.

Bericht vom Herbst 2013

Blick auf den Markt

Das historische Wien - 20. Bezirk

Eine frühere Insel in der Donau
Brigittenau - ein fast seltsamer Name, doch geht er tatsächlich auf eine Heilige zurück: Der Hl. Brigitta, eigentlich Birgitta (richtig!) Birgersdotter, wurde einst dieser Bezirk geweiht. Nach der vergeblichen Belagerung Wiens im 30-jährigen Krieg – auch durch Schweden – wurde mit dieser Namensgebung der großen Mystikerin, Stifterin eines Klosters und späteren Heiligen gedankt. 

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 21. Bezirk

Man nennt es "Transdanubien"
Warum der 21. Bezirk nicht Stammersdorf heißt, ist unklar. Denn Floridsdorf ist der bei weitem kleinste von sieben Ortsteilen, die einst für diesen Bezirk zusammengelegt wurden. Mancher nennt das Gebiet auch „Transdanubien“, aber das ist natürlich nur aus der hochmütigen Warte der „diesseitigen“ Wiener betrachtet.

Beitrag von Herbst 2013

Blick auf Floridsdorf in der Abendstimmung
Blick auf den Donauturm

Das historische Wien - 22. Bezirk

Hier ist der größte Wiener Bezirk
Die Donaustadt, der 22. Bezirk, liegt im Osten und ist mit einer Fläche von 102,3 Quadratkilometern der größte Wiener Gemeindebezirk. Fast ein Viertel der gesamten Stadtfläche nimmt er ein. Vor wenigen Jahren hat es sein Bezirksteil Kaisermühlen zu österreichweiter Bekanntheit gebracht. 

Beitrag von Herbst 2013

Das historische Wien - 23. Bezirk

Bis 1938 eine eigene Gemeinde
Mit dem 23. und letzten Wiener Gemeindebezirk beende ich meinen historischen Spaziergang durch Wien und bedanke mich, dass Sie dabei meine Begleiter waren. Dieser letzte Bezirk ist zugleich auch der weitaus jüngste, denn bis 1938 war Liesing eine eigenständige Stadt und gehörte zu Niederösterreich. 

Beitrag von Herbst 2013

Foto der Pfarrkirche Inzersdorf
Historisches Bild von Wien

Weltstadt statt Weltreich − Franz Josephs Entscheidung

Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Knoll 
Anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph I beleuchtet Univ.-Prof. Dr. Reinhard Knoll, welche Rolle der Kaiser für die Entstehung der Ringstraße und die damit einhergegangene städtebauliche Entwicklung Wiens spielte.

Beitrag von Herbst 2016

Architekten und Baumeister

Das Spannungsfeld zwischen Baumeistertätigkeit und Architektur und die Bauwerke des Stadtbaumeisters Alois Schumacher.

Beitrag von Herbst 2011

Historisches Foto eines Gründerzeithauses

Die Epoche des Zinshauses

Die Jahre zwischen 1848 und 1918 gelten als die für die Wiener Gründerzeit relevante Bauperiode. In dieser Ära durchlief der hiesige Wohnbau eine prägende Entwicklung, die der Stadt bis heute ihr spezielles Flair verleiht: Es entstanden die für Wien so typischen Zinshäuser.

Beitrag von Herbst 2010

Die Architekten der Wiener Ringstrasse

Gastbeitrag von DI Thomas Schmid
Bereits drei Jahre nachdem Kaiser Franz Josef I. mit seinen viel zitierten Worten „Es ist mein Wille“ den Startschuss zur Anlage der Ringstraße anstelle der militärisch überholten Befestigungsanlagen rund um den Stadtkern Wiens gegeben hatte, wurde im Jahr 1860 mit dem Bau des ersten Monumentalbaues entlang der im Entstehen begriffenen Prachtstraße begonnen, der Hofoper. Doch die Geschichte der Architektur, sowie der großen Architekten die ihre Bauten entlang der Ringstraße verwirklichen konnten, beginnt lange bevor der Entschluss des Kaisers im Jahr 1857 fiel, selbige zu errichten. 

Beitrag von Herbst 2014

Historisches Foto der Wiener Ringstraße
Historisches Foto eines Gründerzeithauses

Architekten und Baumeister - Theodor Karl Bach

„Mehr Luft und mehr Licht!“ 
Für Theodor Karl Bach stand während seines gesamten Wirkens vor allem die Verbesserung der Wohnverhältnisse der Gesamtbevölkerung im Vordergrund.

Beeitrag von Herbst 2012

Das Zinshaus des 19. Jahrhunderts: Bautechnik & Baumaterial

Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Tech. Manfred Wehdorn 

Etwa zwanzig Prozent der Bausubstanz von Wien gehören dem 19. Jahrhundert an, das sind rund 31.000 Objekte1, Vergleichszahlen für ganz Österreich fehlen, doch wird die Zahl – zumindest in den Großstädten – durchaus ähnlich hoch sein. Die Erhaltung dieses kulturellen Erbes zählt zu den Kernaufgaben der Stadterhaltung und Stadtplanung. Ziel muss die Sanierung und Revitalisierung dieser Objekte – meist historische Zinshäuser – nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit sein. Für die ökonomische, ökologische und sozio-kulturelle Effizienz – den drei Säulen jeder Nachhaltigkeit2 – ist das Wissen um Bautechnik und Baumaterial jedenfalls von besonderer Bedeutung.

Beitrag von Herbst 2013

Musterseite aus dem Katalog der k.k. privilegierten Wienerberger Thonwaaren-Fabrik, Wien 1858
Foto von Dr. Eugen Otto

“Wir haben 1956 mit einer Handvoll Mitarbeiter begonnen. Heute sind wir mit über 80 Mitarbeiter das größte private und unabhängige Immobilien-Unternehmen des Landes. Dank unserer Unabhängigkeit sind wir nur einem verpflichtet: unserem Kunden.”

Dr. Eugen Otto, MRICS
Geschäftsführer

Foto eines Stiegenhauses in einem typischen Wiener Gründerzeit-Zinshaus